Presseinformation

Moderner Arbeits- und Gesundheitsschutz als Schlüssel für nachhaltigen Unternehmenserfolg

Experten-Round Table: „Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Digitalisierung“

Karlsruhe/Stuttgart, 26.07.2018. Arbeits- und Gesundheitsschutz nicht als Pflicht zur Umsetzung, sondern als Gestaltungsmöglichkeit des unternehmerischen Erfolges begreifen – zu diesem Ergebnis kamen Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik sowie Vertreter regionaler Unternehmen im Rahmen eines Round Tables im Future Work Lab der Fraunhofer Gesellschaft in Stuttgart. Anlass ist die Arbeitsschutz Aktuell, die vom 23. bis 25. Oktober 2018 mit Fachmesse, Fachkongress und Regionalforum in der Messe Stuttgart stattfindet.
Aus unterschiedlichsten Perspektiven diskutierten die Teilnehmer Herausforderungen und Lösungsstrategien für einen modernen Arbeits- und Gesundheitsschutz im Zuge der Digitalisierung. Dabei stets im Blick: kleine und mittlere Betriebe aus Baden-Württemberg.

Entwicklungen erkennen und offensiv damit umgehen

Digitale Technologien verändern rasant unsere Arbeitswelt. Lang etablierte Methoden und Prozesse werden durch die Digitalisierung in kürzesten Zeiträumen modernisiert und revolutioniert. Entgrenzung von Arbeitszeit und Freizeit durch ständige Erreichbarkeit sowie Arbeitsverdichtung sind die Kehrseiten von Flexibilität und Mobilität.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen tun sich oft schwer, sich auf den digitalen Wandel einzustellen. Schnell und offensiv handeln – das empfiehlt Dr. Annette Icks, stellvertretende Vorsitzende des Leitungskreises der Offensive Mittelstand. „Die größte Herausforderung für den Mittelstand ist, die Entwicklung für den eigenen Geschäftsbetrieb zu erkennen. Das kann bei dem einen eine neue Maschine sein, bei dem anderen eine neue Arbeitsorganisation, neue Prozesse oder ein ganz neues Geschäftsfeld. Wichtig für die Unternehmen ist, dass sie die Entwicklungen nicht ignorieren, sondern offensiv damit umgehen.“

Die digitale Transformation ist nicht nur eine Herausforderung, was Unternehmensprozesse und -abläufe angeht, sie ist es insbesondere im Hinblick auf einen effektiven Arbeits- und Gesundheitsschutz, der den Wandel mitgehen muss. Susanne Seibold, Geschäftsführerin der Arinko Stuttgart GmbH, einem Ingenieurbüro, das technische Lösungen für den Maschinen- und Fahrzeugbau entwickelt, sieht die größte Herausforderung für ihr Unternehmen in der Schnelllebigkeit. „Wir haben eine Informationsflut, es geht alles deutlich schneller und ich sehe eine gewisse Reizüberflutung bei den Mitarbeitern.“

Das bestätigt auch Dr. Martin Braun, Experte für menschliche Arbeit beim Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO: „Wir merken durch die intensive Vernetzung verändern sich Arbeitsbedingungen und es verändern sich Wertschöpfungsbedingungen für die Unternehmen. Schlagworte wie Komplexität, Flexibilität, Agilität. Wenn wir da nicht angemessen mit umgehen, dann kann das in Überforderung, Stress und möglicherweise in Burn-Out münden“.

Gestaltung gesunder Arbeitsformen als entscheidende Aufgabe

Im Zuge der Digitalisierung müssen Unternehmen – kleine wie große – Wege finden, um auch die drängenden Fragen des demografischen Wandels zu lösen – Fachkräftemangel und immer älter werdende Belegschaften. Die Gestaltung gesunder Arbeitsformen wird zur entscheidenden Aufgabe. „Eine Firma, die innovativ und digital arbeitet, muss nach unserer Auffassung auch innovativ die Gesundheit der Beschäftigten ins Blickfeld nehmen, da sehe ich auch große Chancen, denn die Qualität der Arbeitsplätze wird eine immer größere Rolle spielen und deswegen müssen wir uns auch darum kümmern, dass die Beschäftigten nicht durch Ihre Arbeit krank werden, sondern auch die Arbeitskraft und die Freude an der Arbeit erhalten bleibt“, betont Dr. Johannes Warmbrunn, Referatsleiter Arbeit- und Gesundheit im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg.

Kollaboration zwischen Mensch und Maschine

Auch innovative Kollaborationsmöglichkeiten zwischen Mensch und Maschine eröffnen neue Potenziale für eine gesunde Arbeit. „Der ganze Arbeitsprozess wird komplett überwacht, gemessen, erfasst und angeleitet. Das heißt im Prinzip, die Person arbeitet mit einer Maschine, mit einer künstlichen Intelligenz“, betont Bernhard Kleiner vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA und nennt als konkretes Beispiel die „Stuttgart Exo-Jacket“, die vor allem bei Über-Kopf-Arbeiten oder beim Anheben schwerer Gegenstände mechatronisch unterstützt.

Umdenken der Verantwortlichen

Jedoch reicht innovative Technik in vielen Branchen allein nicht aus. Viele Unternehmen der Logistikbranche – diese sind auf den ersten Blick prädestiniert für die Anwendung von Hebehilfen – verzichten gänzlich auf eben jene. Das Anlegen nimmt schlicht zu viel Zeit in Anspruch, da meist im Akkord gearbeitet und entsprechend entlohnt wird. Hier fordert Birgit Kille, leitende Fachberaterin bei der IWL AG, einem unabhängigen Logistikberatungs- und Planungsunternehmen mit Sitz in Ulm, ein Umdenken. Dieses müsse „von oben herab, von der Geschäftsführungsebene herab stattfinden, dass eben nicht der Akkordlohn bezahlt wird, sondern dass belohnt wird, dass der Mitarbeiter eine Hebehilfe benutzt, um damit seine Gesundheit zu schonen und eben längerfristig einsetzbar ist.“

Wem es gelingt, qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen und den älteren Mitarbeitern professionelle Entwicklungschancen zu eröffnen, der sichert nachhaltig den unternehmerischen Erfolg. Ein Schlüssel hierzu ist die Schaffung sicherer und damit auch attraktiver Arbeitsplätze, so die einhellige Meinung der Round Table-Experten. 

  • Die begleitenden Video-Interviews mit den Round Table-Experten finden Sie hier.

Das Regionalforum

Im Rahmen des Regionalforums, das vom 23. – 25. Oktober 2018 als Teil der Arbeitsschutz Aktuell in Stuttgart stattfindet, erörtern Vertreter regionaler Unternehmen und Experten aus Wirtschaft und Forschung die wichtigen Fragen rund um einen zeitgemäßen Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Arbeitswelt 4.0. – den Blick dabei stets auf die besonderen Herausforderungen der Region gerichtet. Besonders im Fokus: die kleinen und mittleren Unternehmen. Das vollständige Programm des Regionalforums finden Sie hier: www.Arbeitsschutz-Aktuell.de/Regionalforum

  • Das Programm zum Regionalforum finden Sie hier.
  • Experten geben Einblick in das Programm des Regionalforums: hier.

Über die Arbeitsschutz Aktuell

Vom 23. – 25. Oktober 2018 findet die Arbeitsschutz Aktuell mit Fachmesse und Kongress in der Messe Stuttgart statt (ICS und L-Bank Forum) – inmitten einer der wirtschaftsstärksten Regionen Europas. Der dreitägige Kongress steht unter dem Motto „Sicher und gesund arbeiten“. Er wird sich mit elementare und aktuellen Fragen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz beschäftigen. Die Arbeitsschutz Aktuell 2018 in Stuttgart erwartet 12.000 Fachbesucher, 300 Aussteller und 1.000 Kongressteilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Parallel zur Arbeitsschutz Aktuell finden die beiden Fachmessen interbad und parts2clean statt. Mit einer Eintrittskarte ist der Zugang zu allen drei Veranstaltungen möglich.
Die Fachvereinigung Arbeitssicherheit e.V. (FASI) ist ideeller Träger der dreitägigen Fachmesse sowie des Fachkongresses.
Veranstalter der Fachmesse ist die HINTE Messe- und Ausstellungs-GmbH.

Weitere Infos unter www.arbeitsschutz-aktuell.de.

Bild- und Videomaterial von Kongress und Fachmesse stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung:
http://www.arbeitsschutz-aktuell.de/arbeitsschutz-aktuell/mediathek.php.

Ihr Pressekontakt:

HINTE Messe- und Ausstellungs-GmbH
Denise Wenzel | Kommunikationsleitung
T +49 721 83 14 24 – 730 | E-Mail

 

 

 

 

Call for Papers – Schicken Sie uns Ihren Kongressbeitrag für die Arbeitsschutz Aktuell 2018

Sicher & gesund arbeiten - Arbeitsschutz aktuell

Sicher & Gesund arbeiten

23.-25. Oktober 2018 in Stuttgart

Mit dem Kongress und der parallel stattfindenden Fachmesse bieten wir Fachkräften aus den Bereichen Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz ein Forum zum Erfahrungs- und Informationsaustausch.

Machen Sie mit und bringen Sie Ihr Wissen ein!

Wir freuen uns auf Ihre Ideen für einen Kongressbeitrag zu folgenden Themenfeldern:

  • Alters- und alternsgerechte Gestaltung
  • Arbeitsschutzorganisation (GDA Programm ORGA, ISO 45001, Kultur der Prävention)
  • Arbeitsstättenverordnung
  • Arbeit und Gesundheit (DGAUM)
  • Baustellen (u.a. Staub auf Baustellen)
  • Betriebs-/ Maschinensicherheit
  • DGUV Vorschrift 2 (Veranstaltungsform möglicherweise World Café)
  • Gefährdungsbeurteilung/ Risikobewertung (Veranstaltungsform möglicherweise World Café)
  • Gefahrstoffe
  • Muskel-Skelett-Erkrankungen (auch GDA-Programm MSE)
  • Physische Einwirkungen
  • Prävention 4.0
  • Psyche (auch GDA-Programm Psyche)
  • Umweltschutz (u.a. Stoffmanagement und Energiemanagement)
  • Verhaltensorientierter Arbeitsschutz (Kultur der Prävention)
  • Verkehrssicherheit/ Mobilität

BITTE BEACHTEN SIE!
Es muss nicht immer ein klassischer Vortrag sein. Gerne können Sie Ihren Beitrag auch kreativ und interaktiv gestalten.

  • Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular finden Sie unter www.arbeitsschutz-aktuell.de
  • Einsendeschluss ist der 30. November 2017
  • Kongresssprache ist Deutsch

Die Arbeitsschutz Aktuell – Das Präventionsforum präsentiert sich alle zwei Jahre an wechselnden Orten in Deutschland. Kongressveranstalter ist die Fachvereinigung Arbeitssicherheit (FASI), Dachverband folgender drei Organisationen, die die unterschiedlichen Aspekte des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie den betrieblichen Umweltschutz repräsentieren: Verein Deutscher Gewerbeaufsichtsbeamter (VDGAB), Verein Deutscher Revisions-Ingenieure (VDRI) und Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit (VDSI).

FASI Fachvereinigung Arbeitssicherheit e.V.Kontakt:
Fachvereinigung Arbeitssicherheit (FASI) e.V.
Schiersteiner Straße 39,
65187 Wiesbaden
Telefon +49 611 15755-40, Telefax +49 611 15755-49
E-Mail: info@fasi.de, Web: www.fasi.de

Unterwegs aber sicher!

Unter diesem Motto zeichnen VDSI und DVR bereits zum dritten Mal innovative Ideen in der betrieblichen Verkehrssicherheit aus. Entscheidend sind Kriterien wie Nachhaltigkeit, Effizienz und Kreativität. Bis zum 15. Juli 2017 können Unternehmen, Institutionen und Einzelpersonen innovative Lösungen einreichen, die das Unfallrisiko auf Arbeits- und Schulwegen oder beim innerbetrieblichen Transport und Verkehr senken.

Eine Jury, bestehend aus Fachleuten des VDSI und DVR sowie aus Industrie und Medien, wählt die Gewinnerbeiträge aus. Diese werden bei der A+A 2017 in Düsseldorf  der Fachwelt präsentiert. Die ersten drei Plätze erhalten Preisgelder in einer Gesamthöhe von 6.000 Euro. Außerdem werden unter allen Beiträgen zehn Fahrsicherheitstrainings verlost.

Weitere Informationen unter www.vdsi-unterwegs-aber-sicher.de

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